Accueil       Ordo       Honoraires messes       Lieux de culte       Nous aider       Dons en ligne       Sommaire       Contact       Liens       Rechercher       Privé   

Les insolites de LPL

   Brief an die Freunde und Wohltäter


Mgr Fellay, Generaloberer der FSSPX

 

Liebe Freunde und Wohltäter!

ie Kirche hat gerade das 25-jährige Pontifikat von Papst Johannes Paul II. gefeiert, eines der längsten ihrer gesamten Geschichte. Auch eines von jenen, die einen der größten Niedergänge, die sie jemals erlitten hat, erlebt haben. Die Revolution, die beiden Weltkriege und der Kommunismus haben der Kirche weniger Schaden zugefügt als die Reformen des II. Vatikanischen Konzils. Das innere Übel hat, speziell in Europa und Nordamerika, einen größeren Glaubensverlust, eine größere geistliche Verwüstung hervorgerufen als jenes durch die äußeren Feinde der Kirche. Ist es unrechtmäßig zu denken, daß dieses Konzil es gewagt hat, der Kirche eine neue Mission, einen neuen Zweck zu geben, nämlich das „Sakrament der Einheit des Menschengeschlechtes“ zu sein? Bis dahin war es die erste und einzige Sorge der Kirche, die Seelen zu retten, sie dem Teufel und der Sünde zu entreißen, sie durch den Glauben und durch die von den Sakramenten verliehene Gnade zu Gott zu führen. Die Sorge um die Einheit des Menschengeschlechtes ist ihrer Besorgnis einfach fremd. Die Kirche, die in ihrem Zweck und in ihren Mitteln im wesentlichen übernatürlich ist, muß nur noch eine irdische und rein menschliche Mission erfüllen. Sicher, sie kennt eine übernatürliche Einheit und sie bewirkt auch eine menschliche Einheit unter den Gläubigen, aber dies ist nur Beiwerk zu ihrem Ziel, ist nur eine Folge der Vereinigung im Glauben und in der Liebe. Dennoch weiß sie den wahren Wert des Friedensbandes, vinculum pacis, zu schätzen.

Je weiter wir voranschreiten, desto deutlicher wird, daß der Ökumenismus einer der Schlußsteine des konziliaren und post-konziliaren Unternehmens ist. Im übrigen hören die römischen Behörden nicht auf, dies in Erinnerung zu rufen.
Der Großteil der Reformen geschahen im Namen dieses Ökumenismus, ebenso die größten „Erfolge“. Die liturgische Reform, die neuen Beziehungen zwischen den christlichen und nicht-christlichen Religionen, die ökumenische Bibel - all dies hat in die Lebensweise der Gläubigen eine bestimmte Zahl von Haltungen, eine neue Sichtweise eingeführt, die mit den mehrhundertjährigen Lehren und der Disziplin der Kirche wahrlich nicht mehr allzu viel zu tun hat.
Doch man muß noch weiter gehen. Kardinal Kasper, der Präsident des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen hat kürzlich einen Vortrag gehalten, der ein grelles Licht auf das wirft, was der Ökumenismus wirklich ist: ein Abbruchunternehmen im großen Stil für alles, was wirklich katholisch ist in der Kirche. Wir täuschen uns ganz entschieden, wenn wir denken, der Ökumenismus sei eine Bewegung auf der Basis des Dialogs, um die getrennten Schafe in die heilige Kirche zurückzuführen.

Nachdem der Grundsatz akzeptiert wurde, wonach die Kirche das Ferment der Einheit des Menschengeschlechtes sein müsse, geht man dazu über, die Gründe für die Trennung zu untersuchen. Und plötzlich scheint es, daß es genau die spezifisch katholischen Elemente sind, welche die Christen und die Menschen trennen. (Ist Unser Herr nicht Zeichen des Widerspruchs, ein Stein des Anstoßes?) Kasper belehrt uns, daß der Ökumenismus keine Bewegung ist, die auf die Bekehrung abzielt, die Rückkehr der Verirrten, die den einzigen Schafstall verlassen haben. Ein solches Konzept der Einheit ist ihm fremd; tatsächlich besteht der Ökumenismus darin, eine neue Einheit zu verwirklichen, zusammen mit diesen Verirrten, die auf einmal keine Verirrten mehr sind: „ein gemeinsamer Weg zur Einheit in der versöhnten Verschiedenheit.“ Von dieser Einheit sagt der Kardinal, daß niemand wisse, was sie sein werde, denn „der Heilige Geist ist immer für eine Überraschung gut.“ Offenbar weiß der Verantwortliche des Einheitsrates nicht, wohin er unterwegs ist, aber er weiß, was er tut: er will aus der katholischen Kirche alles entfernen, was sie spezifisch herausragen läßt. Und da gibt es viel zu tun!

Kommt die erste Trennung nicht vom Glaubensbekenntnis? Von diesen dogmatischen Formulierungen, die unsere gute Mutter, die heilige Kirche, zu erarbeiten wußte und erarbeiten mußte, um den Glauben, der rettet und das ewige Leben gibt, gegen Fälscher und falsche Verkünder eines ebenso falschen wie neuen Evangeliums zu schützen? Praktisch alle Häresien haben darin ihren Niederschlag gefunden, eingeschlossen in eine knappe, entschiedene Formulierung, die so klar wie möglich den Graben aufzeigt, der zwischen Wahrheit und Irrtum, Glaube und Häresie klafft. In Kaspers Augen, der darin Kardinal Ratzinger übertrifft (hat dieser letztere nicht, Hans Urs von Baltasar folgend, geschrieben, das Gebot des Augenblicks sei das Schleifen der Bastionen des Glaubens?), gilt es, diese „unglücklichen“ trennenden Formulierungen zu überwinden, um eine Einheit wiederzufinden, von der man heute erkennt, daß sie niemals verlorengegangen ist… derselbe Glaube bei unterschiedlichen Credos… „darin hat die Suche nach differenzierten Übereinkünften, welche die Widersprüche von gestern in einander ergänzende Behauptungen verwandeln, gemündet“. Aus dieser Perspektive gesehen, werden die Dogmen als alte polemische Formulierungen bezeichnet.
Für das sakramentale Leben, für die kirchlichen Ämter bis hin zum Episkopat selbst und schließlich zum päpstlichen Primat - für die Einheit Punkt des Anstoßes par excellence - finden die Kasper'schen Operationen Lösungen zugunsten der Einheit, die ganz einfach darauf hinauslaufen, alles in der Kirche umzuwandeln und alles auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu reduzieren.

Kasper weiß noch nicht, ob man dem Papst von Morgen eine Jurisdiktion oder eine Unfehlbarkeit wird zugestehen müssen, das wird von den Notwendigkeiten des Augenblicks abhängen… eine Art von Papsttum mit variabler Geometrie, das ist die Lösung! Auferlegt durch die historische Bedingtheit des Dogmas, die man erfolgreich von seinem dauerhaften Inhalt unterscheiden konnte. Das ist Modernismus pur!
Kardinal Kasper ist der rechte Arm des Papstes bei dem, was letzterer als „wichtigste Aufgabe seines Pontifikates“ bezeichnet. Auch wenn der Kardinal diesen Vortrag als seine persönliche Sicht präsentiert, kann es daher keinen Zweifel daran geben, daß sie einerseits sein offizielles Handeln leitet, und daß er andererseits nicht der einzige ist, der so denkt. Seine Darstellung ist kühn, aber sie folgt der offiziellen Linie.
Hier eine Illustration aus der jüngsten Vergangenheit: in Fatima fand Anfang Oktober ein neues interreligiöses Treffen statt. Das ist Assisi, das fortdauert. Dieses Mal im Herzen eines marianischen Heiligtums. Dort hat man den Bau eines großen multi-religiösen Tempels angekündigt. Dieses Unternehmen steht unter der Ägide des Vatikans und - der UNO.

Wir fragen uns, wie unter solchen Umständen eine Übereinkunft möglich sein soll. Wie könnten wir solche Irrtümer mit Schweigen übergehen? Wir verweigern jede differenzierte Übereinkunft, wir bekräftigen den Widerspruch zwischen wahr und falsch und unseren festen Willen, nullam partem, keinen Anteil an einem solchen Unternehmen zu haben, denn wir wollen ganz einfach katholisch bleiben. Mit Grauen und Abscheu distanzieren wir uns von einer solchen Art, die Kirche zu sehen und die „Communio“ zu leben. Wie kann man vorgeben, das modernistische „Rom“ habe sich geändert, es sei der Tradition günstig geworden? Welche Illusionen!
Bei unserem Kampf um die Erhaltung der katholischen Identität wurden wir von einer Gruppe ukrainischer Priester zu Hilfe gerufen. Wir unterstützen sie bereits seit einigen Jahren, besonders durch die Errichtung eines Seminars, das lange im verborgenen wirkte. Dieses Jahr nun ist diese gesunde Widerstandsreaktion an den Tag gekommen. Kardinal Husar, ihr Bischof, hat den Oberen der Bruderschaft Sankt Josaphat zu sich gerufen, verlangte von ihm eine Erklärung und forderte, er solle eine klare Position beziehen: „entweder ich oder Msgr. Fellay“. Ebenso drohte er allen Priestern - etwa zehn an der Zahl - und den Gläubigen, die ihnen folgen - mehr als 10000 - die große Exkommunikation an. Dies bedeutet in einem Land, wo der Kommunismus noch lange nicht tot ist, zahlreiche Schikanen, Schwierigkeiten und Verfolgungen. Wir empfehlen sie Ihrem Gebet. Im November hat Msgr. Tissier de Mallerais in Warschau den ersten Priester aus diesem Seminar geweiht.

Erneuern wir am Vorabend des Festes der Geburt Unseres Herrn zugleich unsere Anbetung, unseren festen Willen, Ihm zu dienen und Ihm zu folgen bis zum Ende. Erflehen wir eifrig Seine Gnade, um seinen heiligen Willen zu erfüllen. Seien Sie des Gebetes aller unserer Seminaristen versichert. Sie sind in diesem Jahr in großer Zahl eingetreten, da in allen unseren Seminaren zusammen 60 Neue ihr Spiritualitätsjahr begonnen haben. Möge Unser Herr Ihre so treue Großherzigkeit durch überreiche Gnaden belohnen und unsere gute Mutter im Himmel Sie im Neuen Jahr beschützen.

Am 8. Dezember 2003
Am Fest der Unbefleckten Empfängnis

† Bernard Fellay
Generaloberer

 

 


Jeudi 24 juillet 2014
06:15 21:39

  Suivez notre fil RSS

  Recevez par email nos mises à jour

Loading

Rome et la FSSPX : sanctions, indults, Motu proprio, levée des excommunications, discussions doctrinales...
La Porte Latine a fait la recension de près de 700 textes concernant la crise de l'Eglise et ses conséquenes sur les rapports entre Rome et la FSSPX.On peut prendre connaissance de l'ensemble ICI


Carte de France des écoles catholiques de Tradition
La Porte Latine vous propose la carte de France des écoles de Tradition sur laquelle figurent les écoles de garçons, de filles et les écoles mixtes. Sont mentionnées les écoles de la FSSPX et des communautés amiesVoir ICI


Intentions de la Croisade Eucharistique pour 2014
La Fraternité Sacerdotale Saint Pie X se propose de reconstituer en son sein une Croisade Eucharistique des Enfants, restaurant ainsi ce qui fût autrefois une oeuvre impressionnante tant par sa mobilisation que par son rayonnement spirituel.Tous les renseignements sur la Croisade ICI