Accueil       Ordo       Honoraires messes       Lieux de culte       Nous aider       Dons en ligne       Sommaire       Contact       Liens       Rechercher       Privé   

Les insolites de LPL

   Brief an die Freunde und Wohltäter n° 70

 Retour aux archives de La Lettre aux Amis et Bienfaiteurs


Mgr Fellay, Generaloberer der FSSPX

 

Liebe Freunde und Wohltäter,

Seit langem möchten wir Ihnen diesen Brief zu senden, um Ihnen die Neuigkeiten aus unserer lieben Bruderschaft zukommen lassen. Wir haben seinen Versand hinausgeschoben, denn wir wollten Ihnen unsere Haltung nach der Veröffentlichung des Motu proprio, das seit einigen Monaten angekündigt ist und die Erlaubnis zur Feier der hl. Messe des hl. Pius V. beinhaltet, darlegen. In der Tat schien im Monat Oktober, als wir dabei waren, den geistlichen Blumenstrauß für die Freigabe der hl. Messe zu sammeln, alles auf eine rasche Veröffentlichung eines Motu proprio von Benedikt XVI., diese Frage betreffend, hinzuweisen.

Aber es scheint, dass die wütende Gegnerschaft gewisser Episkopate den Obersten Hirten gezwungen hat, dieses Motu proprio „ein wenig“ zu verschieben.

Dieses „ein wenig“ wird mehr und mehr zu einer unbestimmten Dauer; darum warten wir nicht länger ab, um Ihnen unsere Beurteilung der Lage zu liefern.

An allererster Stelle gebührt Ihnen aufrichtiger Dank für Ihr großherziges Gebet. Unser Generalkapitel hatte sich zum Ziel gesetzt, eine Million Rosenkränze bis Ende des Monats Oktober darbringen zu können. Die Ernte war reichlich; denn schließlich konnten wir dem Papst einen geistlichen Blumenstrauß von zweieinhalb Millionen Rosenkränzen zusenden. Wir haben in dem Begleitbrief zu diesem Blumenstrauß hervorgehoben, dass wir durch diese konkrete Tat unseren Willen bekunden wollen, am Neuaufbau der Kirche und der Christenheit mitzuwirken. Es ist uns völlig klar, dass diese schreckliche Krise, welche die Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil heimsucht, ohne eine vielschichtige Anstrengung und eine sehr große Entschlusskraft von seiten der Hierarchie, an erster Stelle von seiten des Stellvertreters Christi selbst, nicht überwunden werden kann.

Denn es handelt sich im gegebenen Fall nicht nur darum, die durch schlechte Gewohnheiten hervorgerufene dumpfe Lähmung zu bezwingen; es handelt sich auch darum, Irrtümer und selbst Irrlehren zu bekämpfen wie auch andere Haltungen, die mit der Lehre der Kirche, der Braut Christi, vollkommen unverträglich sind und die sich im mystischen Leib festgefressen haben. Man kann ohne die mächtige Hilfe des Himmels auf keinen glücklichen Ausgang hoffen. Deshalb haben wir uns an unsere Liebe Frau und an unseren Herrn gewandt, um eine Besserung in der Kirche zu erreichen, deshalb wenden wir uns beständig an sie.

Wenn aber das erwartete Ergebnis auch noch nicht vorliegt, so konnten wir doch in diesem Monat Oktober Zeugen einer Szenerie, die Messe aller Zeiten betreffend, sein, wie man sie noch nie in den letzten Jahrzehnten gesehen hat. In der Tat wurden – entgegen dem gewöhnlichen Schlagwort, das die Verbundenheit mit der alten lateinischen Liturgie der Nostalgie oder einer besonderen Sensibilität zuschreibt – dieses Mal ernste Argumente auf den Tisch gelegt: Die Freiheit der tridentinischen Messe stelle lehrmäßige Probleme dar, sagt man uns; diese Messe bringe das vom Zweiten Vatikanum Errungene in Gefahr. Wie könnte man sich über eine solch plötzliche Entdeckung nicht freuen? Betrachtet man die dieses Mal – in besonderer Weise durch den französischen Episkopat, aber auch in Rom und in Deutschland – vorgebrachten Argumente, so stellt man fest, dass die Bischöfe Angst vor dieser Messe haben. Selbst Rom trifft äußerste Vorsorge, um die Reform Pauls VI. nicht bloßzustellen, wenn es die Möglichkeit einer Rückkehr der alten Messe skizziert. Die Furcht der Progressisten ist so groß, dass man die erweiterte Erlaubnis der tridentinischen Messe mit vielen Argumenten bis zu einem unglaublichen Höchstmaß rechtfertigen muss. Dies erklärt ohne Zweifel auch, warum wir bis heute weder ein Dankesschreiben noch eine Antwort vom Obersten Hirten oder vom Vatikan empfangen haben.

In der gegenwärtigen Situation können und müssen wir diese Folgerungen für die Zukunft ziehen, auch wenn wir noch nicht den genauen Inhalt dieses berühmten Motu proprio kennen:

1. Betrachten wir die Art und Weise, wie die römischen Dokumente dieses letzten Jahrzehnts durch den Episkopat und die Gläubigen aufgenommen worden sind, so müssen wir uns eingestehen, dass die vorherrschende Haltung eine sehr große Gleichgültigkeit ist, welche die Maßnahmen, die diese Texte verkünden, praktisch unwirksam macht. Ob es sich um den Platz der Laien in der Liturgie oder – wie in jüngerer Zeit – um liturgische Vorschriften handelt, ob es sich um die Erklärung Dominus Jesus oder die Verurteilung der Abtreibung und der Euthanasie handelt – so müssen wir feststellen, dass diese Dokumente keine tatsächliche Wirkung gehabt haben. Schon jetzt kann man sich fragen, ob das Motu proprio nicht dasselbe Schicksal teilen wird.

2. Insofern das Dokument indes einen Gunsterweis und weniger eine Beschränkung darstellt, und es sich andererseits an Personen wendet, die von großem Eifer dafür beseelt sind, könnte es durchaus geschehen, dass die Erwartungen der Gläubigen und der Priester die Hierarchie gewisser Länder aus ihrer Schläfrigkeit herausreißen und sie in ihrem Widerstand erschüttern. In diesem Sinn weisen bestimmte Bischöfe auf die Gefahr einer liturgischen Anarchie in ihren Diözesen hin. Wenn man die Vielfalt der Formen, welche die neue Messe in diesem Konzert angenommen hat, betrachtet, so kann man sich fragen, woher diese Furcht vor der „Spaltung“ wohl kommt. Ganz im Gegensatz hierzu hat sich die überlieferte Liturgie immer als einheitsstiftend, insbesondere durch die Sakralsprache des Lateinischen dargeboten.

3. Es ist sehr wenig wahrscheinlich, dass dieses Motu proprio eine Massenreaktion auslösen wird. Die Priester und die Gläubigen, die die alte Liturgie wünschen, sind im Verhältnis wenig zahlreich, und die anderen haben den Geschmack und das Interesse daran verloren. Es wird viele und mächtige Anstrengungen kosten, um in der ganzen Kirche den ehrwürdigen und sakralen Ritus, der über Jahrhunderte die Christenheit geheiligt hat, wieder zur Ehre zu bringen.

4. Wir werden eher eine Bewegung sehen, die langsam beginnt, aber die Schritt für Schritt in dem Maße an Kraft gewinnt, in dem man die Reichtümer und die Schönheit der verlorenen Liturgie wiederentdeckt. In der Tat, in dem Maß, wie man der tridentinischen Messe ganz einfach das Existenzrecht zugesteht (diese Messe ist nie verboten worden!), wird sie sich Schritt für Schritt durchsetzen – denn die neue Messe ist ihr durchaus nicht ebenbürtig.

5. Jedenfalls ist die erweiterte Erlaubnis zur Feier der alten Messe ein Segen für die Kirche. Gewiss könnte das Erscheinen dieses Dokuments „bei uns“ eine gewisse Verwirrung in dem Sinne hervorrufen, dass man dadurch den Eindruck einer Annäherung zwischen der offiziellen Kirche und der Tradition gewinnt. Man muss sich dann von seiten Roms auf einen Aufruf zur Erneuerung der Einheit bei dieser Gelegenheit gefasst machen. Für die Bruderschaft ist die erweiterte Freiheit der hl. Messe ein Grund zur Freude, ein Schritt in Richtung der Rückgabe der Tradition; aber gleichzeitig kann das Misstrauen aus dreißig Jahren Verteidigungskampf gegen „diejenigen, die unsere Hirten sein müssten“, nicht so leicht überwunden werden. Man muss in der Tat in Betracht ziehen, dass die neue Messe eher eine Wirkung als die Ursache der Krise ist, welche die Kirche nunmehr seit bald vierzig Jahren dem Leiden ausliefert. Mit anderen Worten: Unsere Lage wird durch die Rückkehr der alten Messe so gut wie nicht verändert, solange diese Rückkehr nicht durch andere absolut notwendige Maßnahmen begleitet sein wird.

6. Der Ökumenismus, der Liberalismus und der Geist dieser Welt, welche die Kirche Christi beflecken, sind immer noch jene Prinzipien, aus denen heraus die konziliare Kirche lebt. Diese Prinzipien töten den Geist Gottes, den christlichen Geist. Mehr denn je müssen wir die Wurzeln der Krise verstehen, um uns davor zu bewahren, unvorbereitet in die neue Lage zu stürzen, welche das Erscheinen des Motu proprio schaffen würde. Es ist unabdingbar, eine Grundsatzdiskussion über diese Fragen zu beginnen, bevor man an Maßnahmen einer umfassenden kanonischen Regulierung [des Status’ unserer Bruderschaft] denkt. Wir hoffen, dass Rom endlich die von uns genannten Vorleistungen vorausgehen lässt, deren eine durch das Motu proprio verwirklicht werden könnte. Während dreißig Jahren haben wir uns geweigert, das Gift einzunehmen; darum weist man uns zurück, und dies ist noch immer die Bedingung (wenn auch mehr oder weniger versteckt), die Rom verlangt, um uns aufzunehmen. Der Ökumenismus, die Religionsfreiheit und die Kollegialität sind immer noch jene unumgänglichen Punkte, bei denen wir anecken.

7. Was wir bisher gesagt haben, ist einzig und allein Mutmaßung. Die konkreten Umstände, die wahren Verfügungen des Motu proprio machen vielleicht andere Präzisierungen notwendig.

Erinnern wir uns beim Eintritt in diese Fastenzeit, dass die Gaben des Himmels durch das Gebet und die reinigende Buße erlangt werden; dass Gott ein reines Herz, das sich demütigt, um so lieber erhört. Fahren wir also mit unserem Gebetskreuzzug fort, fügen wir diesem ein wenig Bußwerke hinzu, um dem Himmel das zu entreißen, was die Männer der Kirche unseren Seelen nur so mühsam geben. Selbst wenn Gott unsere Flehrufe nicht zu erhören scheint, wollen wir nicht den Mut verlieren. Er stellt uns auf die Probe und will uns noch mehr Verdienste erwerben lassen.

Am ersten Fastensonntag, den 25. Februar 2007

+ Bernard Fellay

 

 

 


Mercredi 16 avril 2014
07:00 20:43

  Suivez notre fil RSS

  Recevez par email nos mises à jour

Loading

Rome et la FSSPX : sanctions, indults, Motu proprio, levée des excommunications, discussions doctrinales...
La Porte Latine a fait la recension de près de 700 textes concernant la crise de l'Eglise et ses conséquenes sur les rapports entre Rome et la FSSPX.On peut prendre connaissance de l'ensemble ICI


Carte de France des écoles catholiques de Tradition
La Porte Latine vous propose la carte de France des écoles de Tradition sur laquelle figurent les écoles de garçons, de filles et les écoles mixtes. Sont mentionnées les écoles de la FSSPX et des communautés amiesVoir ICI


Intentions de la Croisade Eucharistique pour 2014
La Fraternité Sacerdotale Saint Pie X se propose de reconstituer en son sein une Croisade Eucharistique des Enfants, restaurant ainsi ce qui fût autrefois une oeuvre impressionnante tant par sa mobilisation que par son rayonnement spirituel.Tous les renseignements sur la Croisade ICI